Baumpflege Thomsen - der Name ist Programm

Wir betreiben vorbeugende und erhaltende Baumpflege. Die vorbeugende Baumpflege kommt heute in aller Regel viel zu kurz. Es ist nämlich außerordentlich wichtig, Hinweise auf Fehlentwicklungen (auch baumstatischer Art), auf Störungen im Bereich des Nährstoffhaushaltes und auch des Gesundheitszustandes (Krankheiten und Schädlinge) rechtzeitig zu erkennen, zu korrigieren und zu behandeln.

Bei den Jungbäumen beginnt die vorbeugende Baumpflege schon bei der Auswahl von entwicklungsfähigen Baumarten und -sorten, der Auswahl von baumschulmäßig gut vorkultivierten und gesunden Exemplaren, von baumgerechten Standorten und einer optimalen Pflanzvorbereitung. Sie setzt sich fort mit einer unumgänglichen Pflege des Jungbaumes, hier insbesonders auch eines fachgerechten Aufbau- und Erziehungsschnittes. Hierzu ist es notwendig zu wissen, daß die meisten unserer Straßenbäume ursprünglich Waldbäume sind, wo sie sich im Verband gegenseitig „hochschieben“ und wo damit eine durchgehende Stammachse hergestellt wird. An der Straße, im Park oder auch im Garten steht der Baum jedoch in aller Regel frei. Daher kommt es sehr schnell zu einer verfrühten Kronenbildung und auch zu sehr ungünstigen Fehlentwicklungen, welche später zu Ausbrüchen führen oder auch mit einem sehr hohem Aufwand gesichert werden müssen.

Auch bei den schon etwas älteren und auch alten Bäumen sind vorbeugende Baumpflegemaßnahmen sinnvoll und notwendig. Im Zuge von regelmäßigen Kontrollen können hier frühzeitig Hinweise auf bruchgefährdete Äste oder auch Kronenteile, auf holzzerstörende Pilze, auf gesundheitliche Störungen oder auch auf Versorgungsmängel erkannt werden. Auf diese Art und Weise können dann sehr häufig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, die Schlimmeres verhindern.

Die Erhaltungspflege bei Altbäumen dient zum Erhalt des Baumes und auch zur Aufrechterhaltung oder auch zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit. Dieses sind zunächst einmal Schnittmaßnahmen im Kronenbereich, wo neben dem Entfernen von brüchigem Totholz, ein Entlasten von überlangen und bruchgefährdeten Kronenästen auch einige leichte Kronenkorrekturen umgesetzt werden. Diese Maßnahmen sollten immer baumgerecht und baumfreundlich sein, der Baumcharakter, sein Gesicht, müssen unbedingt erhalten bzw. auch wiederhergestellt werden.

Sind bei einem Baum die Bruch- und Standsicherheit über Schnittmaßnahmen nicht mehr herzustellen, müssen nichtbaumeigene, baumfremde Sicherungssysteme eingebaut werden. Zur Sicherung von bruchgefährdeten Kronenteilen werden Gurt- oder auch Seilanker verwandt, bei aufgerissenen Gabelzonen müssen diese ggfls. verbolzt werden, bei kippgefährdeten Bäumen sind individuell angepaßte Stützen zu verwenden.

Beim Auftreten von Schädlingen und Krankheiten werden genaue Diagnosen erstellt (im eigenen Haus oder auch Fremdbüros), entsprechend dieser Ergebnisse werden dann Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Leider reicht es nicht immer aus, nur das zu pflegen, was sichtbar ist, sondern es ist ebenso wichtig, sich um das zu sorgen, was sich im Boden befindet. Die beste Kronenpflege nützt nichts, wenn die Baumwurzeln zu wenig Sauerstoff bekommen, wenn im umgebenden Substrat nicht ausreichend pflanzenverfügbares Wasser vorliegt oder notwendige Nährstoffe nur im Minimum oder gar nicht vorhanden sind.

Zur guten Baumpflege gehören somit auch Maßnahmen, die vielleicht weniger spektakulär sind als reine Kronenschnittarbeiten, die aber für das Wohlergehen des Baumes unabdingbar sind. Hierzu gehören neben reinen Belüftungs- und Entsiegelungsmaßnahmen auch das Ergänzen des Bodens mit fehlenden Nährstoffen oder auch mit unumgänglichen bodenphysikalischen und bodenbiologischen Zuschlagstoffen (nach vorausgegangenen, bodenanalytischen Untersuchungen).

Der minimierende Faktor für eine gesunde Entwicklung der Wurzeln ist neben Wasser auch Sauerstoff. Dieser Sauerstoff kann nur in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden, wenn der Boden möglichst offenporig ist. Je stärker der Boden um ihn herum aber verdichtet ist, um so schwerer hat es hier der Baum. Oberflächennahe Wurzeln, die sich durch den Belag drücken, nachlassende Vitalität des Baumes sind Anzeichen dafür, daß der Baum im Boden nicht mehr genügend Sauerstoff vorfindet. Er sucht sich mit seinen Wurzeln einen Weg durch die Bettung und hebt dabei den Belag an oder er beginnt auch zu vergreisen. Sinnvoll wäre es, sich um den Standort zu kümmern, ehe tatsächlich Schäden auftreten (am Baum und auch am umgebenden Belag). So können Ursachen, welche sich negativ auswirken, ausgeschlossen werden und eine aufwendige und nicht unbedingt wirkungsvolle Symptombekämpfung kann unterbleiben.

Wir sind in der Lage mit Bodensanierungsgeräten mittels einer Luftlanze das Erdreich schichtweise zu belüften und ggfls. auch anschließend festes oder flüssiges Material in den Boden hineinzuinjizieren. Mit diesem Belüftungsverfahren sind nachweislich gute Erfolge beim Erhalt von Bäumen erzielt worden, oft sogar ohne die zusätzliche Zufuhr von Nährstoffen oder anderen Bodenzuschlagsstoffen. Wenn die Wurzeln sich ausreichend mit Sauerstoff versorgen können, sind zusätzliche Dünger oftmals nicht mehr notwendig. Wenn man es schafft, die Baumaktivitäten anzukurbeln, dann „erhält der Baum sich selbst“.

Unsere Haupteinsatzgebiete liegen in den Bundesländern Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, daneben betreuen wir auch Einzelobjekte auf überregionaler Ebene.

Westliche Balsampappeln (Populus trichocarpa), behandelt und verkehrssicher

baumpflegerisch behandelte Pappel am Elbwanderweg in Hamburg,
Populus x canadensis 'Serotina'

wurzelschützende Baumbrücke zwischen 2 Eichen

Baumstütze an einer Flügelnuß im Alten Botanischen Garten Kiel

Stützensicherung im Alten Botanischen Garten Hamburg

Baumpflege am Klosterstern in Hamburg

Kastenlindenallee "An der Alster" in Hamburg

Gurtsicherungen in einem Trompetenbaum in Hamburg